Ein kooperatives hybrides Musiktheater über unsere Zukunft (und Vergangenheit)
Wuk Projektraum
21. September 2023, Premiere im Rahmen der Musiktheaterrage Wien

© Nick Mangafas
Künstlerische Leitung, Musik, Inszenierung: Thomas Cornelius Desi
Bühne: Maximilian Seper
Technologie: Peter Koger
mit: Herbert Gnauer, Günter Haumer, Roman Maria, sowie dem gesamten Publikum

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Wien 1975. Überfall auf die OPEC! Der größte jemals erfolgte Coup gegen das weltweite Ölpreis-Kartell rückt bis heute unsere Abhängigkeit vom Erdöl und dessen Produzenten gewalttätig in den Blick. Im 2. Teil der vierjährigen KOLLAPSOLOGIE-Serie über den Zusammenbruch globaler Systeme stellt Thomas Cornelius Desi dieses Ereignis ins Zentrum und fragt: »Können wir unsere Zukunft nur mehr mit Gewalt sicherstellen« und »Was wird geschehen?«
Als ein »Theater der Begegnung« für eine alternative Gesellschaft erzeugt das Projekt eine Simulationsform möglicher Realität von morgen. Das gesamte Publikum gestaltet in spielerischer Weise selbst diesen Terrorakt von Überfall, Geiselnahme und Flug nach Afrika als theatrales Reenactment. Es ist auch der Rahmen für eine Konferenz über unser aller Zukunft.
Musikalisiert wird der Abend durch eine Überschreibung von Frederic Chopins Klavierkonzert Nr.2, gespielt von einem Automatischen Konzertflügel ohne Pianist, aber mit einem Sänger.
Ein theatrales Experiment über den Zusammenbruch globaler Systeme, fokussiert auf die Energiewende und das Ende der fossilen Brennstoffe. »Feuers Wende« bezieht sich auf einen Text von Heraklit, der übrigens auch sagte: »Der Krieg ist der Vater aller Dinge«.
Als Hybrid-Oper gibt es zeitgleich zur Aufführung in physischer Präsenz eine mediale Version als »Nachrichtensendung« im Netz.

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